Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Bananen-Kooperative APOQ in Peru

Die Bananen-Kooperative APOQ (Asociación de Pequeños Productores Orgánicos de Querecotillo) in Peru wurde 2002 von 89 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegründet. Seit 2004 spürt der Betrieb Dank Fairtrade-Zertifizierung die positiven Auswirkungen des Fairen Handels. Durch stabile Rahmenbedingungen können die Produzenten immer mehr Verarbeitungsschritte selbst übernehmen.


Ort/Land
Querecotillo, Peru PE

FLO-ID
2741

Organisationsform
Kooperative

Fläche
545.26 ha

Produktion
2200.00 t

Gründung
2000

Zertifizierung
2001

Bäuerinnen / Bauern
580


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Produktivitätssteigerung:
- Förderung der Verarbeitung und Verpackung vor Ort
- Bezahlung der Fairtrade Zertifizierungsgebühr
- Verbesserung der Produktion und Qualität

Organisatorische Stärkung:
- Ausarbeitung eines Programms zur Stärkung der internen Kommunikation und der Informationsflüsse
- Erarbeitung eines Aktionsplans mit einer lokalen Gewerkschaft
- Unterstützung eines Bildungs- und Alphabetisierungsprogramms

Umwelt:
- Sensibilisierung für den Schutz der Umwelt und Durchführung von Umweltschutzmassnahmen
- Weiterbildung in biologischem und Fairtrade-Landbau

 

Ein grosser Dank an die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten für den Kauf von Fairtrade-Bananen. Dadurch können wir unsere Lebensumstände verbessern, und wir spüren, dass wir alle zu einer gemeinsamen Welt gehören.

Rosa Elvira Rivera Rugel, Sekretärin des Sozialdienstes von APOQ

Die Bananen-Kooperative APOQ setzt, mithilfe der Fairtrade-Prämien, auf den Ausbau sozialer und ökologischer Strukturen. Die Unabhängigkeit als Produzent steht dabei im Mittelpunkt.

Zinslose Darlehen sorgen für mehr Sicherheit bei mittel- und langfristigen Investitionen. So erhalten die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern die Chance, in Equipment und nachhaltige Anbaumethoden zu investieren, ohne das finanzielle Risiko allein zu tragen.

Die Herstellung von eigenem Bio-Dünger aus fein gehackten Pflanzenteilen, Ausschussbananen, Kalk, Kuh- und Pferdemist bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Die Abhängigkeit von Düngerlieferanten und den steigenden Preisen wird verringert, Arbeitsplätze werden geschaffen und langfristig gesehen, ist jede Schaufel Bio-Dünger eine Investition in einen fruchtbareren Boden.

Bildung für Kinder und Erwachsene spielt ebenfalls eine große Rolle - sei es durch die Anschaffung von Schulmaterialien oder diverse Angebote zu Fortbildungen im Landwirtschafts- und Hausarbeitssektor.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.