Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Der Kooperativen-Verband Kaderes Peasants Development Public Limited Company aus Tansania

Im Nordwesten von Tansania, genauer in Karagwe, liegt die Kaderes Peasants Development Plc (KPD). KPD wurde im Januar 2008 von 34 Mitgliedern gegründet. Zu dieser Zeit verkauften die Produzentinnen und Produzenten ihre Produkte zu sehr tiefen Preisen an lokale Händler und Mittelsmänner. Inzwischen ist KPD zu einer Fairtrade-Organisation mit fast 4'000 Mitgliedern gewachsen – davon sind 20% Frauen.


Ort/Land
Karagwe, Tansania TZ

FLO-ID
21784

Organisationsform
Kooperative

Produktion
115.00 t

Gründung
2007

Zertifizierung
2010

Bäuerinnen / Bauern
3908

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Produktion und Qualität
KPD unterstützt ihre Mitglieder darin, die Produktivität und Qualität ihres Kaffees zu verbessern sowie höhere Preise für ihren Kaffee zu erzielen. Die Organisation kreiert neue Stellen und versucht, allen Mitgliedern Zugang zu einer modernen Landwirtschaftsausrüstung zu verschaffen. Zudem werden «Farmer Learning Centres» eingerichtet, um technisches Training zu unterstützen.

Infrastruktur
Ein anderer Teil der Fairtrade-Prämie wurde dafür genutzt, die Infrastruktur von KPD durch eine Kaffee-Fabrik zu erweitern - damit können Bedürfnisse der schnell wachsenden Kooperative abgefangen werden. Des Weiteren hat die Kooperative zwei Agro-Bildungszentren und 14 Brunnen für die Gemeinschaft gebaut.

Bildung
Mithilfe der Fairtrade-Prämie wird in Chitwe eine Primarschule für 293 Kinder gebaut. KPD investiert auch in die Bildung ihrer Mitglieder, damit diese nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, aber auch individuelle finanzielle Rechte und Pflichten kennen.

Video "Der Weg unseres Kaffees: Von der Kooperative Kaderes ins Coop Regal": https://www.youtube.com/watch?v=SR0ocJN6ASM&feature=youtu.be

 

Kaffeeanbau, Prozess und Export

Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen pflanzen und ernten den Fairtrade-Kaffee, bevor sie ihn in der Sonne trocknen lassen. Anschliessend wird er von KPD gesammelt. KPD folgt dabei einem internen Kontrollsystem, um höchste Qualitätsansprüche zu erfüllen. Dann wird der Kaffee an offiziellen Auktionen versteigert oder an Direktkäufer verkauft.

 

Vorteile von Fairtrade

Als Fairtrade-Produzentenorganisation verkauft KPD immer zu garantierten Mindestpreisen, die die Produktionskosten decken und als Sicherheitsnetzt dienen, wenn die Marktpreise ein gewisses Niveau unterschreiten. Ausserdem erhält KPD eine Fairtrade-Prämie, wovon sie mindestens 25% in die Produktion und Qualität investieren müssen.

 

Zurück

Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.