Jetzt gibt es Blumen mit Max Havelaar-Gütesiegel

03.04.2001

Am 4. April 2001 lanciert die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) zusammen mit Partnern im Detail- und im Fachhandel Blumen: Migros und Coop bieten Rosen, die Fachgeschäfte Blume 3000 Mischsträusse mit dem Max Havelaar-Gütesiegel an. Weitere Blumengeschäfte sollen demnächst dazustossen. Max Havelaar will mit den Blumen aus fairem Handel die Arbeits- und Lebenssituation der Blumenarbeiterinnen in Entwicklungsländern verbessern.

Unter dem Motto „Sags mit Max Havelaar“ haben Konsumentinnen und Konsumenten nun auch bei Blumen die Möglichkeit, den fairen Handel zu unterstützen. Schweizerinnen und Schweizer geben pro Jahr durchschnittlich CHF 124 für Schnittblumen aus und liegen damit weltweit an der Spitze. Jede vierte Rose auf dem Schweizer Blumenmarkt stammt aus Ländern des Südens. Rosen gelten seit der Antike als Symbol der Liebe und Sinnbild der Frau. Gerade Frauen – sie stellen die Mehrheit der Belegschaft afrikanischer Blumenfarmen – sollen nun von den Max Havelaar-Rosen profitieren. Der Verkauf zu Max Havelaar-Bedingungen leistet einen Beitrag an bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Blumenarbeiterinnen. Verschiedene Organisationen haben zusammen mit Produzenten und Handel den Boden für dieses Projekt geebnet, insbesondere die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien und die daraus entstandene Blumenkoordination Schweiz, zu deren Träger auch Schweizer Hilfswerke zählen.

Mitspracherecht und bessere Lebensbedingungen für Blumenarbeiterinnen

Die Blumen mit dem Max Havelaar-Gütesiegel stammen vorerst aus Kenia und Simbabwe. Über einen von Konsumentinnen und Konsumenten bezahlten Mehrpreis werden Projekte zu Gunsten der Blumenarbeiterinnen finanziert. In einem aus Management und Arbeiterschaft zusammengesetzten Komitee erhalten sie ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht zur Verwendung dieser Mittel. Typische Projekte, die dabei entstehen, betreffen Ausbildung oder medizinische Versorgung. Die Max Havelaar-Blumenfarmen verpflichten sich, nebst sozialen auch ökologische Bedingungen einzuhalten. Sie werden, in Zusammenarbeit mit FLP und MPS (Verhaltenskodex-Organisationen für Blumen), von der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) regelmässig kontrolliert.

Konsumentinnen und Konsumenten haben nun auch bei Blumen die Wahl

Max Havelaar erweitert damit die bestehende Nahrungsmittelpalette um Blumen. Bereits erfolgreich auf dem Markt sind Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, Zucker, Honig, Bananen und Orangensaft. Nun erhalten Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz auch bei Blumen die Möglichkeit, die schwächsten Glieder in der Handelskette über den Einkaufskorb direkt zu unterstützen.

Für weitere Auskünfte:
www.maxhavelaar.ch (Text- und Bildmaterial) oder Telefon: 061-271 75 00
Caterina Meier-Pfister, Kommunikation / Markus Staub, Produkteverantwortlicher Blumen

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