Jetzt auch langstielige Rosen aus Ecuador mit Max Havelaar-Gütesiegel

06.01.2003

Ab Januar 2003 gibt es neu auch Blumen aus Ecuador mit dem Gütesiegel des fairen Handels. Die langstieligen Rosen mit grossen Blütenköpfen gehören zum Hauptangebot der Floristen. So können zusätzlich zu den bisherigen Hauptpartnern Migros, Coop, Blume3000 und Volg nun auch kleinere Fachgeschäfte ihre Kunden mit einem Max Havelaar-Angebot bedienen. Von der Einführung der Fairtrade-Rosen aus Lateinamerika profitieren weitere 1000 Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihren Familien.

Mindestens jede dritte Rose, die in der Schweiz verkauft wird, stammt aus Ländern des Südens. Für die Floristen sind langstielige Rosen mit grossen Blütenköpfen aus Lateinamerika ein wichtiger Bestandteil ihres Angebots. Im Frühling 2001 hatte die Max Havelaar-Stiftung kleinere, kurzstielige Rosen und andere Schnittblumen aus Afrika lanciert. Die Blumen aus fairer Produktion haben rasch eine breite Käuferschaft gefunden. Mit der Unterstützung der interessierten Handelspartner in der Schweiz ist es nun gelungen, acht Betriebe in Ecuador in das System des fairen Handels einzubinden. Wie in Afrika, wurden in erster Linie Produzenten zertifiziert, die bereits vorher in die Schweiz lieferten. Mit viel Überzeugungsarbeit wurden sie motiviert, ihre Produktionsstandards gemäss den international gültigen Fairtrade-Kriterien auszurichten. Ein wichtiger Bestandteil war dabei die Anerkennung der Selbstorganisation von Arbeiterinnen und Arbeitern.

Max Havelaar auch im Angebot von Floristen

Auch Floristen haben nun die Möglichkeit, ihren Kundinnen und Kunden Blumen mit dem Max Havelaar-Gütesiegel anzubieten. Als erster Grossist führt das flora-center in Neftenbach (ZH) zusätzlich zu den seit Juni 2002 eingeführten afrikanischen Rosen nun auch langstielige Rosen aus Ecuador mit dem Fairtrade-Label im Sortiment. Über den leicht höheren Kaufpreis leisten Konsumentinnen und Konsumenten einen wichtigen Beitrag an die Zertifizierungs- und Kontrollkosten, aber auch an Gemeinschaftsprojekte der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsländern.

Mit der Prämie aus fairem Handel zu mehr Selbständigkeit

In den Hochebenen nördlich und südlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito bietet der Rosenanbau insbesondere für Frauen viele wertvolle Arbeitsplätze. Auch die Abwanderung der jungen Generation aus den Bergregionen in die Grossstädte konnte damit in den vergangenen Jahren verringert werden. Die rund 1000 Angestellten der von Max Havelaar zertifizierten Blumenfarmen in Ecuador erhalten garantierte Mindestlöhne und faire Arbeitsbedingungen. Das beinhaltet auch klare Arbeitsregelungen, Organisationsfreiheit oder Gesundheitsschutz. Von zentraler Bedeutung ist das Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Arbeiterinnen und Arbeiter bei der Auswahl der Projekte, die mit der sogenannten Fairtrade-Prämie realisiert werden. So können sie die medizinische Versorgung oder die Ausbildung für sich und ihre Familien sichern oder weitere wichtige Bedürfnisse abdecken. Dadurch werden sie überdies eigenständiger und lernen, sich zu organisieren – wichtige Voraussetzungen für gezielte und nachhaltige Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen.

Für weitere Auskünfte
www.maxhavelaar.ch oder Telefon 061 271 75 00
Caterina Meier-Pfister, Kommunikation, oder Markus Staub, Produktverantwortlicher Blumen

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