Der faire Handel ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien erhalten durch festgelegte Mindestpreise und Fairtrade-Prämien die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener Kraft zu stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Fairtrade-Kleinbauern und -Arbeiter erhalten eine Stimme, werden wahrgenommen und treffen selbstbestimmte Entscheidungen.
Fairtrade-zertifizierte Bauern erhalten für ihre Produkte einen garantierten Mindestpreis, der ein stabiles Einkommen gewährt. Max Havelaar ermöglicht Kleinbauern aus benachteiligten Regionen des Südens den Marktzugang in den Norden und fördert langfristige und möglichst direkte Handelsbeziehungen.
Angestellte auf Plantagen bekommen im Minimum den gesetzlichen Mindestlohn und profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahlten Ferien und sozialer Vorsorge.
Max Havelaar gibt Power in den Süden
Das Max Havelaar-Gütesiegel beinhaltet als einziges Label eine verbindlich festgelegte Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Prämie fliesst direkt von jedem Einkauf auf ein separates Prämienkonto der jeweiligen Produzentenorganisation. Kleinbauern und Arbeiterinnen entscheiden selbständig und demokratisch darüber, welche Projekte sie mit der Prämie realisieren. Dies können zum Beispiel der Bau von Trinkwasserbrunnen und Schulen, Umstellung auf Bio-Landbau oder subventionierte Arztbesuche sein.
Max Havelaar stärkt die beteiligten Menschen im Süden, bietet bessere und mehr Möglichkeiten für Frauen und Männer. Rund 1,5 Millionen Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien sind in das Fairtrade-System eingebunden. Mit den Familienangehörigen profitieren mehr als 5 Millionen Menschen direkt vom fairen Handel.
Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels. Die Folgen reichen von Verschuldung über Arbeitslosigkeit bis zu Verelendung. Alternativen zur angestammten Produktion gibt es häufig nur wenige und diese beinhalten leider auch Drogenanbau, Prostitution, Kinderarbeit, Flucht in die Elendsviertel der Grossstädte oder Emigration. Der faire Handel bietet über einer Million Menschen einen Ausweg aus dieser Abwärtsspirale.
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